Freitag, 24. Januar 2014

Liberty in der Gruppe

Ein sonniger Vormittag in Florida - 18 Menschen und 18 Pferde gemeinsam auf einem grossen Reitplatz - ohne Halfter oder Seil. Klingt wie ein Selbstmordkommando, oder zumindest eine Garantie auf Schlägereien unter den Pferden? Nun, das muss nicht sein - wie wir gestern eindrucksvoll erlebt haben :-)

Dass das natürlich nicht mal eben so geht, ist klar. Am Mittwoch vormittag haben wir uns darauf vorbereitet, und das war wiederum eine hochspannende Angelegenheit. Die Idee ist folgende - nicht wir wollen unser Pferd behalten, sondern das Pferd will BEI UNS bleiben. AHA. Zitat von Carol Coppinger "The lead mare does not beg. She leaves, and expects the herd to follow". Die Leitstute geht einfach, sie schaut sich nicht um und wartet, ob auch wirklich alle kommen.

Die Herausforderung für uns Menschen ist nun, eine so gute Leitstute zu werden, dass unsere Pferde mit uns kommen WOLLEN. Dazu machten wir folgende Übung:

Die Gruppe sammelt sich in der Mitte der Reitbahn, die Aussenbahn bleibt frei. Jeweils ein Mensch/Pferd Paar geht nach draussen an den Zaun at Liberty, also ohne Halfter. Der Mensch marschiert los, als ob er ein Ziel hätte. Wenn das Pferd mitkommt, ist das gut. Wenn nicht, helfen die Menschen in der Mitte, das Pferd in Bewegung zu halten, bis es SEINEN Mensch wiederfindet. Das ist die Gruppenversion vom "Catch me Game" - Fangen spielen. Wenn das schon gut klappt, kann es noch gesteigert werden ins "Bet you can't catch me" Spiel (ich wette Du kannst mich nicht fangen), wo wir als Mensch es drauf anlegen, unser Pferd zu verlieren - zB durch rasche Richtungsänderungen oder Davonsprinten - und es die Aufgabe des Pferdes ist, bei uns zu bleiben. Wenn man dann umdreht und davonläuft, macht derjenige aus der inneren Gruppe, der ursprünglich vor dem Pferd gewesen ist, Druck mit dem Stick und String in Richtung zum Zaun. Dann denkt das Pferd "wow meine Leitstute ist super, die hat gewusst dass sich da Gefahr befindet".

Dieses Spiel war super mitzuerleben - die unterschiedlichen Horsenalities zu sehen, wie viel oder wenig Druck es braucht, das Pferd in Bewegung zu halten - zu realisieren, dass für manche Pferde schon die Energie unseres Bauchnabels so viel Druck bedeutet, dass sie nicht daran vorbeigehen können. Es gibt ein Pferd, da musste die gesamte Innengruppe auf die andere Seite weichen, damit es am Zaun entlanglaufen konnte.

So ganz nebenbei hat uns Carol dann noch demonstriert, wie sie ihren Pferden das Hinlegen beigebracht hat - und Sol als Sofa verwendet :-) Hinlegen ist ein Porcupine-Spiel, und braucht ganz viel Vertrauen und Entspannung vom Pferd, sonst kann man es gerade vergessen.

Das war also wieder ein eindrücklicher Vormittag - weitere werden folgen :-)

Mittwoch, 22. Januar 2014

Parelli Instruktoren-Weiterbildung in Florida - Stufen des Lernens

Wow, was soll ich sagen? Der 2. Kurstag ist um, und schon jetzt hab ich so viel gelernt, dass es den Aufwand herzukommen jedenfalls wert war :-)

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll ... vielleicht mal mit meinem Leihpferd, Sam. Es ist eine ziemliche Herausforderung, so einen Kurs mit einem Pferd zu absolvieren, das man gar nicht kennt - und eine ungemeine Bereicherung :-) Fremde Pferde machen uns sehr schnell klar, wo sich unsere "Löcher"befinden. Mit dem eigenen Pferd haben wir ein Arrangement gefunden, das uns beiden passt, unseren "Vertrag", wie Mike Wanzenried gerne sagt. Vorne steht, was wir machen können, und hinten steht, was wir besser lassen sollten. Und oft ist die Hinterseite viel länger als die Vorderseite ;-) 

Mit einem fremden Pferd muss man diesen Vertrag erst verhandeln - das ist schon ziemlich spannend. Und ich habe entdeckt, dass ich erst mal zu vorsichtig bin, besonders beim Reiten. Glücklicherweise ist die Besitzerin von Sam auch anwesend, also konnte sie mir sagen, was er schon können sollte. Ein Punkt, wo ich schnell gemerkt habe, dass ich da zu nachlässig bin - wohl auch mit meinen eigenen Pferden - ist "halte an einem hohen Standard fest, und erinnere ihn an seine Verantwortung!" Denn je mehr wir tun (und dabei das Pferd micro-managen), desto weniger wird es von sich aus tun. Das führt dann zB zu Pferden, die ewig getrieben werden müssen und doch nicht vorwärtsgehen ... oder ständig gehalten werden müssen und trotzdem davonrennen.


Das war für mich besonders interessant, denn mit meinem Pferd habe ich üblicherweise eher das Problem zu bremsen. Sam hingegen neigt dazu, stehenzubleiben wenn ihm etwas nicht passt (oder zu bocken - typisch LB). Aber - "forward is the key", wie Carol Coppinger, unsere Kursleiterin, mehrfach betont hat - besonders wenn es dann um so Dinge wie fliegende Galoppwechsel geht. Ich hatte heute also die Gelegenheit, meinen "Go-Button" zu richten.

Um das zu erklären, muss ich noch etwas ausholen - auch ein Thema, das wir heute vormittag im Kurs besprochen haben. Es gibt ja die "Stages of Learning", also Stufen des Lernens.
1. Teaching - Lehren
2. Controlling - Kontrolle
3. Reinforcing - Verstärkung
4. Refining - Verfeinerung

Und es ist SEHR wichtig, dass wir uns bewusst sind, in welcher Stufe wir uns gerade befinden. Denn je nach Stufe müssen wir unsere 4 Phasen unterschiedlich anwenden, um vorwärtszukommen. Kurz gesagt:
1. Teaching = Phasen 1 - 2 - 3 - 4 alle etwa 3-4 Sekunden lang, Phase 4 (falls nötig) bis das Pferd reagiert
2. Kontrolle = Phase 4. Da geht es um unsere Sicherheit, da muss SOFORT etwas passieren.
3. Verstärkung = LAAAAANGE Phase 1, dann schnell zu Phase 4 
4. Verfeinerung = wir sollten nicht mehr als eine kleine Phase 2 brauchen, bzw. was vorher 2 war, ist jetzt vielleicht schon 4. Wir werden also noch subtiler.

Also, um jetzt das Vorwärts von Sam zu verbessern (Stufe 3 - verstärken), hab ich dann folgende Übung gemacht:
Halten. Aus dem Halt antraben, indem ich meine Energie hochbringe ("Smile with all 4 cheeks") und die Beine LEICHT zumache. 3 Sekunden warten - wenn dann nix passiert ist, mit dem String an der Kruppe touchieren, und zwar nur EIN Mal. Dann "Reset", alles loslassen, von vorne beginnen. Beim 3. Mal ist er davongeschossen wie eine Rakete, mit einem sehr guten Vorwärts-Trab, und damit war das Thema erledigt (zumindest für den Rest des Nachmittags). Hätte ich ihn hingegen im Trab einfach immer mehr getrieben und ihn daran gehindert, langsamer zu werden, wäre es ein ewiges Gemurkse geblieben. Hmmm - sehr spannend!!!

Und zum Abschluss noch ein Zitat von Carol "Dwell time is priceless" - heisst soviel wie Zeit zum Nachdenken zu geben ist enorm wichtig ... das mach ich jetzt ;-) Denn nachdem es hier nämlich gerade mal 4 Uhr morgens ist, werde ich nun noch eine Runde schlafen, bevor Tag 3 des Kurses anbricht, und Euch Zeit zum Nachdenken geben. Weitere Updates vom Kurs folgen demnächst ;-)

Samstag, 4. Januar 2014

Raubtiere, Instinkte und Stress

Ok. Also was haben diese Begriffe miteinander zu tun? Eine ganze Menge, wenn man es im Rahmen des Natural Horsemanship betrachtet:

Zuerst mal das Raubtier. DAS ist unsere menschliche Natur, unser Instinkt. "Nein, ich doch nicht, ich bin doch Vegetarier!" Hilft leider nix, von unseren natürlichen Anlagen her sind wir trotzdem ein Raubtier, ob wir nun Fleisch verzehren oder unschuldiges Gemüse...

1. Wir sehen aus wie Raubtiere: Unsere Augen sind vorne. Die Ohren sind nicht sehr beweglich und immer "angelegt", also aus Sicht des Pferdes im Status "aggressiv".
2. Wir denken wie Raubtiere. Geradlinig. Wenn wir etwas wollen, versuchen wir das zu bekommen, möglichst auf direktem Weg.
3. Wir handeln wie Raubtiere. Wir schleichen uns an. Wenn wir erschrecken, ziehen wir uns zusammen und halten fest (hauen die Klauen rein). Und lassen nicht mehr los.


Im Gegensatz dazu das Pferd, ein Beutetier.
1. Es sieht aus wie ein Fluchttier: Die Augen liegen seitlich am Kopf und ermöglichen beinahe Rundumsicht. Pferde sehen im Zeitraffer, jede Bewegung wirkt also noch viel schneller. Die Ohren sind beweglich, können verdächtige Geräusche rundherum orten.
2. Es denkt wie ein Fluchttier - im Zweifelsfall GAR NICHT, der Fluchtinstinkt übernimmt die Führung.
3. Es handelt wie ein Fluchttier. Zuerst davonlaufen, dann schauen ob es überhaupt nötig ist. Gekämpft wird dann, wenn es in die Enge getrieben ist und keinen Ausweg mehr hat.


Da haben wir den Salat - 2 Spezies, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Wenn wir nun mit dem Pferd eine Partnerschaft anstreben, müssen wir alle beide unsere Natur überwinden. Das können wir bewusst üben, wenn wir das Problem erstmal bemerkt und verstanden haben. Wir können uns und unserem Pferd Gewohnheiten und Fähigkeiten antrainieren, um diese Kluft zu überbrücken.

Aber nun - der STRESS oder Druck - ob nun eingebildet oder tatsächlich gerechtfertigt, das macht leider keinen Unterschied. Wenn wir in Stress geraten, kommt unsere Natur zum Vorschein, ob wir wollen oder nicht. Dann sagt das Pferd "ich muss fliehen", und wir Menschen sagen "nein du musst dableiben, stillstehen, in den Hänger einsteigen, über das Hindernis springen, eine schöne Piaffe machen", oder was immer wir gerade eben vom Pferd verlangen.

Dabei wäre die Lösung so einfach - denke wie ein Pferd, und gib dem Pferd was es braucht, also lass zB ein extrovertiertes Pferd seine Füsse bewegen. WARUM können wir das manchmal nicht tun? Weil wir natürlicherweise unter Druck zumachen, nicht fähig sind lateral zu denken. Der einzige Gedanke ist unser Ziel. Oje. 

Was können wir tun, um solche Situationen in Zukunft gar nicht entstehen zu lassen? Unsere Komfortzone - und die unseres Pferdes - ausdehnen, damit uns beide - oder wenigstens einen von uns - die Situation gar nicht erst stresst. Und das geht nur durch "exposure and experience", wie Pat Parelli sagt. Also sich verschiedenen Situationen aussetzen und dabei Erfahrungen sammeln. Vermeiden hilft da leider nichts...

Samstag, 26. Oktober 2013

Parelli L3/4 Kurs in Bremgarten mit Marion Oesch

Dieses Wochenende habe ich die tolle Gelegenheit, Marion Oesch bei einem Parelli Kurs zu assistieren :-)

Schon am ersten Tag hatten alle Teilnehmerinnen ihre Aha- und Erfolgserlebnisse! Es ist super mitzuerleben, wie Marion die richtigen Worte oder Simulationen findet, damit sie ihr Wissen verständlich machen kann. Aber Bilder sagen ja mehr als 1000 Worte, daher...








Montag, 22. Juli 2013

Yes we did it!

Wir haben es geschafft - Level 4 Freestyle ist nun auch bestanden, und der ** Instruktor somit wieder reaktiviert :-) Wenn Ihr Euch erinnert, habe ich diesen Blog ja unter anderem gestartet, um meine Entdeckungen während der Reise im Level 4 festzuhalten.

Freestyle ist unser schwierigstes Savvy, belastet durch die negativen Erfahrungen der Vergangenheit, als Domino noch ein waschechter RBE war - sehr emotional im Galopp, mit Durchgehen im Gelände, Steigen und sehr athletischen Seitensprüngen, wenn er sich geschreckt hat. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich ihn ohne etwas am Kopf reiten könnte, hätte ich den Menschen für verrückt erklärt! 

Und nun - ja, nun ist es Wirklichkeit geworden! 

Der Weg daher war nicht ganz einfach, und auch durch sehr viel "bitte warten" gezeichnet. Mitte November hatten wir das L4 FS Programm ganz gut erarbeitet, nur die fliegenden Wechsel waren noch etwas inkonsistent und haben bei der Generalprobe leider nicht so geklappt. Und dann kam der Winter... mit Schnee, Regen, Matsch, Eis... unser Platz war leider kaum zum Galoppieren geeignet. Bis April mussten wir warten, um das Audition Video endlich  drehen zu können. Und dann - warten auf die Antwort... nach 6 Wochen, als ich schon bei Parelli nachgefragt hatte, kam ich aufgrund eines "verschwundenen" Studenten-emails darauf, dass die Antwort schon 3 Wochen im Spam des anderen Kontos war, da haben die Tücken der Technik zugeschlagen :-( Die Bewertung war ganz gut, allerdings meinte Kathy Baar, dass ich mich noch zu viel auf das Seilchen um den Hals und den Stock verlasse, und sie hätte gerne ein Resubmit mit Übergängen möglichst ohne Stock und String. 

Ha, das ist einfach, dachte ich mir, das haben wir sofort. Da hab ich allerdings eine Überraschung erlebt... denn den String so wirklich komplett loszulassen, das erforderte einige Überwindung! Da wurde mir bewusst, dass ich Domino doch noch nicht so wirklich vertraue und immer noch mit dem gelegentlichen Seitensprung oder unkontrolliertem Zulegen im Galopp rechne. Und ich muss mich sehr konzentrieren, den String nicht zu nehmen, das mach ich ganz automatisch und irgendwann merke ich, jetzt hab ich das Ding ja schon wieder in der Hand!!! Auch Domino hatte anfangs seine Schwierigkeiten damit, er war irgendwie verloren so ganz ohne den zusätzlichen Kontakt. Das Seilchen, so wenig es auch ist verglichen mit einem Zaumzeug, hat uns beiden doch noch eine gewisse Sicherheit vermittelt. Aber nun, wir haben das eben geübt - noch mehr Fokus und Sitz und keine Hand mehr, und am 3.7. war es dann soweit, dass ich das Resubmit Video einschicken konnte. 
Resubmit Video Fliegender Galoppwechsel


Dann wieder warten.... und am 19. kam schliesslich die ersehnte email "Congratulations, you have passed your Level 4 Freestyle" .... WOW, jetzt bin ich echt happy :-)

Donnerstag, 11. April 2013

Equitana und Frühlingsgefühle

Die Zeit verfliegt - gerade erst war ich auf der Equitana Pferdemesse in Essen, und plötzlich ist Ostern vorbei (diesmal hat der Osterhase einen Eisbär als Vertretung geschickt, denn in Biederthal gab es weisse Ostern) und der April hält nun wettermässig, was er verspricht - "April April, der macht was er will". 

Gestern habe ich es immerhin geschafft, zwischen den diversen Regengüssen und heftigem Wind mal wieder Freestyle zu reiten, und unseren ersten Galopp incl. Fliegendem Galoppwechsel seit Mitte November :-) Wir haben sie ja weiterhin @ Liberty brav geübt, sodass nun sogar der mitlaufende Isi weiss wie das geht, aber zum Galopp reiten war mir der Platz doch zu rutschig... ich möcht nicht plötzlich unter dem Pferd liegen. Ich hoffe, dass wir demnächst die Freestyle Audition filmen können, denn glücklicherweise haben wir nicht allzuviel verloren (ausser Muskeln und Kondition) mit der fürchterlich langen Winter-Zwangspause ;-) 


Apropos Isi, der überrascht mich doch immer wieder - gestern ist der Kleine über einen Oxer gesprungen wie ein Gummiball, mit einem Riesensatz und mindestens 30 cm über dem Hindernis (das war so ca 80 cm hoch). Würd mich nicht wundern, wenn mein Ausbrecherkönig demnächst über die Zäune springt statt drunter- oder durch zu gehen ;-)

So, nun zurück zur Equitana - WOW ist wohl eine passende Zusammenfassung dafür! Ich war ja das allererste Mal dort, und die Messe ist einfach RIESIG, 12 Hallen vollgepackt mit Ständen, unzählige Vorführringe und Diskussionsforen und was weiss ich nicht alles... ich hab es nicht geschafft alles zu sehen. 

Die meiste Zeit habe ich sowieso am Stand verbracht, viele nette Leute kennengelernt und unzählige neue Parelli Connect Mitglieder angelegt - ich hoffe Ihr nutzt es alle gut, der Probemonat ist bald vorbei ;-) Wir haben Unmengen an Material verkauft, die Lager müssen immer noch leer sein denn die Hälfte meiner letzten Bestellung ist "out of stock"! Aber immerhin war auch Zeit für ein Foto mit Pat Parelli :-)


Von den täglichen Demos hab ich leider kaum etwas mitbekommen, ausser Lindas "Game of Contact" Session, die war glücklicherweise in meiner Mittagspause :-) Leider gab es da ein Missverständnis hinsichtlich verfügbarer Zeit, und so bekamen die Zuschauer recht wenig vom Game of Contact selbst zu sehen, sondern mehr von der Basis und der Vorbereitung dazu. Es war dennoch eine super lehrreiche Vorführung, und bis 3 Stunden danach sind die Leute am Stand Schlange gestanden, es muss also viele inspiriert haben!


Die grosse Abendshow "Natural Horsemanship meets FN" hat durchaus gemischte Reaktionen ausgelöst. Viele von den eingefleischten Parellianern waren eher enttäuscht, einfach weil sie sich mehr Zeit mit Pat und Linda erhofft hätten. Andererseits gab es viele positive Reaktionen von "FNlern", die erkannt haben welchen Wert Natural Horsemanship als Basisausbildung hat, und dass es durchaus nicht nur was für Westernreiter ist (diese Vorstellung scheint sich recht hartnäckig zu halten). So gesehen war es "der Beginn einer Konversation", wie Pat so schön sagte, und damit ein Meilenstein für sich. Und wenn nur einige mehr Dressur- oder Springreiter Parelli für sich und ihr Pferd entdecken, haben wir wieder etliche Pferdeleben verbessert :-)


Noch ein Highlight war die HopTop Show "Festivallo", auf die mich treue Studenten eingeladen haben - herzlichen Dank nochmals, das war ein ganz toller Abend mit Euch! Ich bin ja mit etwas gemischten Gefühlen hingegangen, in der Befürchtung zu viele "pferdeungerechte" Showeinlagen zu sehen. Und ja die hat es auch gegeben, verspannte bis verängstigte Pferde, verspannte Piaffen und Passagen, gefühllose Hände, aufgesperrte und zugeschnürte Mäuler. 

Aber es waren auch ganz tolle Horsemanship Einlagen dabei - vor allem Lorenzo mit seiner spanischen Post mit bis zu 16 freien Pferden war der Hammer! Pat nannte ihn den "James Bond im Liberty", das sagt alles :-) Dann war da noch Kerstin Brein, eine Österreicherin mit ihren Ponys, die war auch sensationell. Ich muss gestehen ich hatte vorher nix von ihr gehört, aber die hat mich mit ihrer Liberty sehr beeindruckt. Und Frederic Pignon, einen der bekanntesten Show-Horsemen in Europa, hab ich auch zum ersten Mal live erlebt mit verschiedenen Pferderassen - besonders cool fand ich seinen Spanier, der hat nicht immer so gemacht wie er sollte ;-)

Die Feuershow möchte ich noch erwähnen, die fand ich eigentlich spektakulär und sehr beeindruckend, bis zu dem Zeitpunkt wo das arme Ross unter diesem Ring aus Feuerwerk stehen musste. Das Tier hat dermassen gezittert, das war grässlich anzuschauen! Wäre das nicht gewesen, hätte ich gesagt "super"!!! Aber so kann ich nur sagen, BITTE lasst den Teil mit dem Feuerwerk weg, das ist Tierquälerei und absolut unnötig. Die Show wäre ohne diesen Teil wesentlich besser! Und wenn man das Voltigierpferd vielleicht etwas weniger oft mit dieser ewig langen Peitschenschnur traktieren könnte, ich bin ziemlich sicher es würde trotzdem seinen Job machen und Runde um Runde galoppieren - die Voltigierer selber waren übrigens sehr gut. 

Also ja, auch hier gemischte Gefühle, aber insgesamt war es ein gelungener und inspirierender Abend :-)

Mittwoch, 6. März 2013

Photonic Health Red Light - Anregung der Selbstheilung

Was ist ein Photonic Health Red Light?
Photonic Health Red Light (PHRL) ist im deutschen Sprachraum eher als "Kaltlaser" bekannt. Es schaut aus wie eine Taschenlampe, die rotes Licht ausstrahlt - allerdings mit ganz speziellen Eigenschaften, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.


Woher kommt es?
PHRL wurde in der Weltraumforschung entwickelt, um Astronauten auf ihren Missionen bestmöglich zu unterstützen. Donna und Brian von Photonic Health haben es weiterentwickelt, vor allem zum Gebrauch an Tieren. Das Gehäuse ist sehr stabil, wasserfest und unzerbrechlich.


Warum Rot?
Rotes Licht penetriert den Körper tiefer als jede andere Farbe im Lichtspektrum. Es ist aber KEIN Infrarotlicht.


Wie funktioniert es?

Gesunde Zellen haben eine gewisse elektromagnetische Schwingung. Wenn Zellen geschädigt werden, sinkt diese Frequenz, was die Regeneration der Zelle verlangsamt oder verhindert.
Das PHRL schwingt in der Frequenz einer gesunden Zelle. Wird es an der verletzten Stelle angewandt, stellt es die Frequenz der gesunden Zelle wieder her und erlaubt so der Zelle, sich schneller zu regenerieren. Das Beschleunigen der Zellenergie beantwortet der Körper mit
- Erhöhter Produktion von ATP (was die schnellere Aufnahme von Nährstoffen erlaubt)
- Freigabe von Endorphinen (natürlichen Schmerzmitteln)
- Verbesserter Zirkulation
- Bildung neuer Kapillaren (Blutgefässe)
- Produktion von Kollagen
- gesteigerter Lymphaktivität
- verringerter Entzündung

 
Wofür wird es angewendet?
A) bei der ersten Anwendung empfiehlt sich ein "Assessment", eine Beurteilung aktueller Problembereiche. Diese werden wie Akupunkturpunkte beleuchtet.
B) Akupunkturpunkte können mit dem PHRL aktiviert werden. Dies reicht von Wellness-Punkten zur allgemeinen Gesundheitsförderung zu sehr spezifischen Anwendungen wie Kolik, Stoppen von Blutungen, Verbesserung der Oberlinie etc.
C) akute Wunden oder chronische Problembereiche wie Narben, Sehnen, etc.
D) Viruserkrankungen


Wie wird es angewendet?
Akupunkturpunkte werden ca 10 - 30 sec aktiviert (aufhören sobald eine Reaktion erfolgt, das kann zB bei Kindern auch schon nach 2 sec sein). Dies zunächst 2-3 x pro Woche für 1-2 Wochen, dann 1-2 x pro Woche.
Akute und alte Verletzungen können mehrmals täglich für bis zu 5 min beleuchtet werden. Je früher das Photonenlicht eingesetzt wird, desto besser!
Bei Viruserkrankungen wird vor allem die Halsschlagader 10 min durchgehend beleuchtet. Das durchfliessende Blut wird so von den Viren "gereinigt".


Kann es Schaden anrichten?
Das PHRL kann keine Zellen zerstören. Die Anwendung ist absolut sicher. Ggf. kann rund um die Augen ein unangenehmer Blendungseffekt auftreten (so kann ich testen, ob die Batterie noch gut ist ;-) Akupunkturpunkte können "verschlossen" werden wenn man sie zu oft stimuliert, daher nur jeden 2. Tag beleuchten.


Persönliche Heilungserfolge :-)
* In Autotür eingeklemmter Daumen - am nächsten Tag war ausser der mechanischen Beschädigung des Nagels (eingedellt und oberste Schicht abgekratzt) NICHTS zu sehen, kein Blau, kein Bluterguss, GAR NICHTS!!! Das war mein grösstes WOW Erlebnis bisher.
* genähte Wunde am Kinn ist extrem schnell und gut verheilt und praktisch nicht mehr zu sehen
* hartnäckiger Husten und Brechdurchfallerkrankungen bei meinem Sohn sind nach der Beleuchtung "über Nacht" verschwunden
* langwieriger, entzündeter Sehnenriss beim Pferd wurde ohne weitere Gabe von Medikamenten geheilt. Der Tierarzt konnte bei der Kontrolle mit Ultraschall kaum glauben, wie schön strukturiert das Gewebe wieder zusammengewachsen war.
* chronische Sehnenscheidenentzündung bzw. alte Knieverletzung waren nach 3 x Beleuchten erstmals seit langer Zeit wieder schmerzfrei


Wo gibt es weitere Infos?
Auf der Photonic Health Homepage gibt es Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Umtersuchungsergebnisse (auf englisch).


Wo kann ich was bestellen?
Die "Kits" beinhalten neben dem Licht auch noch eine DVD, Bücher mit den Akupunkturpunkten für Mensch, Pferd, Hund oder Katze (je nach gewähltem Kit), einer Übersichtskarte für die wichtigsten Anwendungen beim Pferd und eine Tasche. Die Bücher sind in englischer Sprache verfasst.
Ggf. empfiehlt es sich, nur das Licht zu kaufen und sich selber ein deutsches Buch zu besorgen.
Bestellen kann man hier. Achtung - es können noch Importgebühren anfallen. Ich habe noch einige Lichter in Reserve für Versand innerhalb der EU bzw. Schweiz, bei Interesse bitte ein email senden an parellispirit@gmail.com.