Dienstag, 7. Februar 2017
NEUER BLOG
Dieser Blog wird in Zukunft nicht weitergeführt - bitte schaue auf meinen neuen Blog
pferde-verstehen.blogspot.com
Alle bisherigen Blogeinträge und Seiten sind auf den neuen Blog kopiert worden, alle "Follower" und jene, die automatisch per email über neue Beiträge informiert werden, mögen bitte dies für den neuen Blog auch einstellen.
Die Seiten "Angebot" und "Termine" werden nur mehr im neuen Blog aktualisiert.
Danke und viel Spass beim Schmökern!
Sonntag, 11. September 2016
3. Parelli Playday in Aesch
Bei hochsommerlichem Wetter fand heute der 3. Parelli Playday am Löhrenacker in Aesch (BL) statt. Neben den vorhandenen Geländehindernissen bauten wir noch einige "Gymkhana-Hindernisse" auf, wie zB die Gasse mit Poolnudeln, Flatterbandvorhang, PET-Flaschen und Stofftiere zum Drübertreten, und einen Spiegel. Es war spannend, diese Herausforderungen zu meistern, und wir hatten einen wunderbaren Tag mit unseren Pferden :-)
Weitere Fotos folgen in Kürze :-)
Donnerstag, 9. Juni 2016
Parelli Events am Löhrenacker in Aesch
| Theorie im Hüttli |
Dann war Zeit um sich beim "Zvieri" gemütlich auszutauschen. Nach der Pause stellte ich die Sprache der Pferde anhand der 7 Spiele vor - mit Unterstützung meiner Studentinnen Sophie (vom Verein) und Seraina mit ihren Pferden.
| Vorstellung der 7 Spiele |
Das Feedback zum Infonachmittag war durchwegs sehr gut, die Teilnehmer fanden es informativ und spannend und wir hoffen, viele von ihnen bald wieder zu treffen - zB beim monatlichen Videoabend in Oltingue :-)
Auch die 2 Parelli Playdays waren ein grosser Erfolg.
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| Bodenarbeit |
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| Toller Teich |
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| gemeinsames Picknick |
Die Atmosphäre war sehr entspannt und freundlich, und alle Teilnehmer/innen waren fleissig mit ihren Pferden am Üben - oder gemeinsam anspruchsfreie Zeit verbringen, d.h. gemeinsam abhängen. Einige Student/inn/en machten von der Möglichkeit Gebrauch, Parelli Unterricht zu nehmen um spezielle Fragestellungen anzuschauen. Und auch der soziale Austausch kam nicht zu kurz, beim gemeinsamen Picknick konnten wir einander besser kennenlernen.
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| Wohlverdiente Mittagspause |
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| Mittagspause für die Pferde |
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| FreeStyle Reiten |
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| Klettern |
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| Beine kühlen |
Donnerstag, 3. März 2016
Colt Start First Ride - der erste Ritt
Und nun, am 6. Tag des Kurses, bin ich zum ersten Mal auf ihr geritten :-) Natürlich nicht einfach so, sondern mit ordentlicher Vorbereitung, denn "prior and proper preparation prevents p-poor performance" - das habt Ihr als Parelli-Studenten sicherlich schon mal gehört. Am Samstag - Tag 5, nach dem Pausentag - haben wir ebenso gesattelt wie im letzten Blogbeitrag beschrieben, und die Herde anschliessend im Roundpen bewegt. Dann ging es raus auf den Playground zum Spielen mit dem Sattel obendrauf, und zum Abschluss sind wir mehrmals in die Bügel gestiegen, ohne jedoch das Bein über das Pferd zu schwingen. Das war alles noch Teil des "Akzeptiere den Sattel".
Am Sonntag war es dann Zeit für den nächsten Schritt - Akzeptiere den Reiter a) als Passagier und b) als Anleiter (guider). Wieder sind wir in derselben Abfolge vorgegangen wie bisher, nur diesmal effizienter. Also schon am Weg zum Playground haben wir die 7 Spiele abgecheckt, zum Schauen wo wir dem Pferd noch helfen müssen. Dann einige Male aufspringen ohne Sattel, und spielen mit Sattel obendrauf. Anschliessend hat Pat Parelli uns alle überrascht, als er uns sagte, die Herde am Playground (ein riesig grosses Areal) freizulassen! Wir Studentinnen mussten den Bach bewachen, damit sich die Herde nicht aufmacht Richtung Heimat, und die Kursleiter bewegten die ganze Herde dann frei herum - das war ein toller Anblick. Nachdem wir unsere Pferde dann wieder eingefangen hatten - das einfachste Pferd zuerst -, wurden wir je nach Zuversicht in verschiedene Gruppen eingeteilt.
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| Aufsteigen |
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| Leading rein start |
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| Im Gelände - Vorbereiten zum Seitenwechsel des Zügels |
Samstag, 27. Februar 2016
Colt Start - die Vorbereitungsphase geht zu Ende
Auch die Wippe ist eine grosse Herausforderung - wenn die Pferde zu schnell darübergehen, schnappt sie auf die andere Seite, und meistens erschrecken die Pferde dann und springen runter.
FSBO hier auf dem Foto hat es bei diesem 2. Versuch dann sehr gut gemacht, er ist meinen Anweisungen gefolgt und langsam, Schritt für Schritt weitergegangen. Als sich das Gewicht auf die andere Seite verlagerte, machte er einen Schritt nach hinten und ist wieder zurückgewippt, um dann langsam wieder vorwärts auf die andere Seite hinunterzugehen. Das ist ein tolles Gefühl, wenn die Kommunikation so gut klappt und das Pferd vertrauensvoll auf leichte Veränderung der Körpersprache bzw. Energie reagiert :-)![]() |
| Leyla mit dem Bareback-Pad |
Am 4. Kurstag war es dann soweit - nach dem Spielen der 7 Spiele mit Bareback Pad, und raufsitzen und gemeinsam rasten, haben wir die Pferde zum ersten Mal gesattelt. Das hat bei fast allen sehr gut geklappt, einige wenige hatten Probleme mit dem Gurt und/oder den Steigbügeln und entsprechend gebuckelt. Aber beim Laufen in der Herde haben sie sich recht schnell beruhigt, und liessen sich dann frei stehend (am losen Strick) absatteln und auch gleich nochmal satteln.
Anschliessend führten wir sie in ihre Paddocks, wo sie sich inzwischen schon ganz zuhause fühlen. Heute am 5. Tag hatten die Pferde den ganzen Tag Zeit, das bisher Erlernte und Erlebte zu verdauen und setzen zu lassen.
Ich finde es faszinierend, wie mit der richtigen Vorbereitung und dem schrittweisen Aufbau das Anreiten so einfach und ohne Drama passieren kann, fast wie selbstverständlich :-) Ich freue mich auf morgen und bin schon sehr gespannt, welche Fortschritte die Pferdchen machen werden!
Dienstag, 23. Februar 2016
Colt Start Preparation - Vorbereitung aufs Anreiten
| Orientierung für Besitzer |
Heute, am ersten Kurstag, ging es zunächst darum, dass die Pferde uns Menschen als Freunde akzeptieren und das Vertrauen fassen, dass wir sie weder verspeisen noch ihnen wehtun wollen. Dazu spielten wir zunächst des "Catching Game" (Einfangspiel). Das Ziel ist, dass die Pferde zu uns kommen, und nicht umgekehrt. Das war relativ einfach, eigentlich alle Pferde (bis auf 2 von einer grossen Ranch, die bisher keinen positiven Menschenkontakt hatten) waren recht neugierig und sind von sich aus gekommen, um mich zu beschnuppern :-) Der nächsten Schritt war dann das Aufhalftern, ohne das Pferd dabei zu erschrecken.
| Diego (Quarterhorse) |
| Champ (Quarterhorse) |
Bei Champ war es das Maul, bei Diego die Ohren, bei Tally waren Maul und Ohren kein Problem, dafür wollte sie die Hinterbeine nicht berührt haben. Pferde wissen sehr genau, wo sie am verletzlichsten gegenüber Angriffen von Raubtieren sind! In dem Zusammenhang ist es sehr wichtig zu erkennen, wann die "Ampel" von grün auf gelb oder gar rot schaltet, und wann sie wieder auf grün geht. Mithilfe des Friendly Game (Freundschaftsspiel) gelang es mir dann aber doch, ihr Vertrauen soweit zu gewinnen, dass ich auch diese defensiven Stellen berühren durfte.
Abends noch die Pferde versorgen, und schon war der erste Kurstag vorbei, vergangen wie im Flug ;-)
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Savvy Times Artikel (englisch)
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| Coaching by Linda in Avenches |
I am also very proud of my students. I feel honored to be part of and support them on their journey to self-improvement, and it brings me great joy to see or hear of the successes they have with their horses. The small ones, as well as the big ones like a stable owner remarking to one of them "What did you do with that horse, this is incredible!" It is an LBE ex racehorse that had a number of difficult habits, one of them was to rush through the narrow stable dragging people behind. Now she can walk normally and quietly into and out of her stall, and all it took was the determination of the owners to find a better way, and a couple of PNH lessons :-)
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| "My" Parelli girls with Pat in Avenches :-) |
Thank you so much to Pat and Linda and the whole Parelli Team for developing this fantastic program, and your incredible effort to make this world a better place for horses and people who love them! I love to be a part of this wonderful mission and am looking forward to helping many more students and their horses in the years to come :-)
Freitag, 30. Januar 2015
Lernen von Pat - Rückwärts und Seitwärts
Wenn Du schon mal ein Video von Pat gesehen hast, hast Du ihn bestimmt auch sagen hören "the better your horse goes backwards and sideways, the better he does everything else" - je besser ein Pferd rückwärts und seitwärts gehen kann, umso besser macht es auch alles andere.
Warum? Beim biomechanisch korrekt ausgeführten Rückwärts verlagert sich das Gewicht des Pferdes auf die Hinterhand. Die Hinterhand sollte das Pferd rückwärts "schieben", mit leichter Vorhand. Viele Pferde machen das Gegenteil, sie treten nach hinten hinaus und schleifen die Vorhand mit - das ist kein gutes Rückwärts und fühlt sich meistens auch recht zäh an. Seitwärts verbessert die Balance und hilft der Suspension, die Bewegungen werden eleganter.
Die Wahrheit dieser Erkenntnis habe ich im Kurs mit meinem Pferd deutlich erlebt. Besonders jene Übungen, die rückwärts und seitwärts kombinieren - zB Weichen der Vorhand aus der Rückwärtsbewegung heraus - hatten einen eindrücklichen Effekt auf die Gewichtsverteilung meines Pferdes.
Ich hatte mit Domino immer schon an das Problem, dass er im Galopp zunehmend auf die Vorhand fällt und immer schneller wird. Wenn ich dann noch Finesse, also mit Zügelkontakt reite, zieht er mich regelrecht aus dem Sattel. Die englisch-dressurmässige Antwort darauf - "vorne halten und hinten mehr treiben" hatte das Problem eher verschlimmert und mir kräftige Bizepse verschafft. Nun aber, innerhalb von einer Kurswoche, setzte sich mein Pferd hinten runter, der Galopp wurde zunehmend angenehmer zum Sitzen und leichter in der Hand. Und am letzten Tag, auf der grossen Wiese, als ich schon wieder befürchtet hatte dass er mir im Galopp abgehen würde, ist er wunderbar versammelt galoppiert - zumindest hat es sich wunderbar angefühlt ;-) - und hat mir sogar einige Sprünge Galopppirouette angeboten! Zugegebenermassen hätte ich etwas anderes machen sollen, aber diese Pirouette hat sich so toll angefühlt, da konnte ich einfach nicht widerstehen ;-)
Wie so oft lag die Lösung nicht dort, wo das Problem auftrat, sondern einige Ebenen darunter, an den "Zutaten". Auch ein bekannter Spruch von Pat "isolate, separate, and recombine". Indem man die Zutaten isoliert, einzeln verbessert und dann wieder zusammensetzt, verschwindet das Problem auf fast magische - Parelli - Weise ;-)
Montag, 26. Januar 2015
Verhaltensmuster erkennen und ändern
Dieser Satz, so logisch und einfach und einleuchtend er auch klingt, hat mir sehr zu denken gegeben. Mein Pferd zeigt nämlich immer noch eine Menge Verhaltensmuster, die nicht unbedingt partnerschaftlich sind. Wir haben einen langen gemeinsamen Weg hinter uns, und die Strecke vor Parelli ist deutlich länger als die mit Parelli. Wir haben auch RIESIGE Fortschritte gemacht und schaffen nun erstaunliche Aufgaben, die früher schlichtweg undenkbar gewesen wären. Dennoch, in gewissen Situationen kommen alte, unerwünschte Verhaltensmuster mit grosser Macht zurück, bei Domino wie auch bei mir.
Wie ich über diese Aussage gegrübelt habe, ist mir Folgendes bewusst geworden:
Viele der Verhaltensweisen, die ich aus früherer Zeit kenne, habe ich abgespeichert unter "das ist eben so, das war immer schon so, hat er immer schon gemacht". Ich habe somit die Probleme schlichtweg IGNORIERT bzw sie gar nicht als problematisch ERKANNT. Und ich habe es gar nicht für MÖGLICH gehalten, das Verhalten zu ändern. Und meine halbherzigen Versuche, die nicht erfolgreich waren, haben mir diese Annahme bestätigt.
Nun, in dem Zusammenhang muss man nochmal die Horsenality (Pferdepersönlichkeit) anschauen. Wie Parelli uns lehrt, wird die Horsenality bestimmt durch
* angeborene Eigenschaften
* erlerntes Verhalten
* Umwelteinflüsse
* und Spirit Level, vielleicht am besten umschrieben mit Charakterstärke. Je grösser der Charakter, desto entschlossener macht das Pferd, was immer es macht (zB ein LBI mit hohem Spirit Level würde sich vielleicht mit seinem Reiter hinlegen, wenn er nicht mehr mag)
Was ja den Verdacht nahelegt, dass es möglich sein müsste, ERLERNTES Verhalten auch wieder zu "entlernen" bzw durch neue, bessere Verhaltensmuster zu ersetzen.
Wie mache ich das nun?
1. Aufmerksam sein und Probleme erkennen, nicht ignorieren (ist schon lustig, dass ich bei meinen eigenen Pferden Verhalten toleriere, das ich bei Pferden von Studenten nicht durchgehen lassen würde)
2. daran glauben, dass es geändert werden kann
3. Effektiv sein - das heisst, die richtige Methode finden und so lange dran bleiben, bis eine Änderung in die gewünschte Richtung eintritt
4. Ein Programm daraus machen - also konsequent mind. 4-7 Einheiten weiter damit spielen, damit das neue Muster erfolgreich installiert wird
Ich behaupte jetzt nicht, dass das einfach ist. Alle diese Punkte haben ihre Tücken. Aber das Schöne am Parelli Programm ist, dass es uns die Methoden zur Verfügung stellt - wir müssen sie nur richtig anwenden lernen. Und somit liegt es wieder an uns ;-)
Wie Pat Parelli sagt - wenn wir Pferde tauschen würden, würde er vielleicht 2 Stunden brauchen, bis mein Pferd so aussieht wie seines, und ich würde keine 2 Tage brauchen, dass sein Pferd sich so benimmt wie meines.
Samstag, 6. September 2014
Lernen von Pat - Druck und die 3 Basisspiele
Pat's Definition von Respekt lautet ja bekanntlich "respect is the appropriate response to pressure" - Respekt ist die angemessene Antwort auf Druck. Damit das Pferd angemessen auf Druck antworten kann, müssen allerdings WIR den Druck angemessen anwenden - "and we have to apply pressure appropriately".
Und genau da sitzt der Haken, denn es gibt viele Möglichkeiten, Druck unangemessen anzuwenden ;-) Betrachten wir das einmal im Zusammenhang mit unserem Pferde-ABC, den 3 Basis-Spielen.
1. Friendly Game - Freundschaftsspiel
Genau genommen sollte beim Friendly Game überhaupt kein Druck im Spiel sein! Das Ziel des Friendly Game ist Entspannung, und diese wird erreicht durch rhythmische BEWEGUNG. Wenn das Pferd unsere Bewegungen als Druck interpretiert, läuft etwas in unserer Kommunikation verkehrt.
2. Porcupine Game - Stachelschweinspiel
Beim Porcupine erwarten wir vom Pferd, dass es dem STETIGEN DRUCK weicht, der von unserer Berührung mit den Händen/Beinen oder dem Stock ausgeht. Wenn das Pferd schon weicht, bevor wir es überhaupt berührt haben, läuft es uns davon - oder es hat Druck verspürt, wo noch keiner hätte sein sollen.
3. Driving Game - Treibspiel
Beim Driving Game soll das Pferd RHYTHMISCHEM DRUCK weichen, den wir durch unsere Energie und Körpersprache vermitteln, unterstützt von Stock und Seilchen.
Sowohl beim Porcupine als auch beim Driving müssen wir, um angemessen zu sein, den Druck in Phasen aufbauen - von Phase 1 bis Phase 4.
Phase 1 - SUGGEST - ein Vorschlag = "so sanft wie möglich"
Phase 2 - ASK - eine Bitte
Phase 3 - TELL - eine Aufforderung
Phase 4 - PROMISE - ein Versprechen = "so bestimmt wie nötig"
Und dann müssen wir den Druck LOSLASSEN, sobald wir die gewünschte Antwort erhalten - denn "pressure motivates, but it is the RELEASE that teaches". Das Pferd speichert das als "richtig", was es zu dem Zeitpunkt gemacht hat, als der Druck nachliess.
Leider passiert es uns häufig, dass wir schon zu stark beginnen (mit Phase 2 oder gar 3) und dadurch den Gegendruck geradezu herausfordern. Oder wir hören zu früh auf und sind nicht effektiv. Dann lernt das Pferd, dass es uns nur lange genug ignorieren muss, und der Druck hört auf. Oder das Pferd hat schon versucht zu antworten, und wir haben es nicht erkannt oder gefühlt und machen immer noch weiter - dann wird das Pferd nach einer anderen Antwort suchen. Oder das Pferd bietet uns eine falsche Antwort an und wir hören mit dem Druck auf - dann wird es die falsche Antwort als richtig speichern...
Was die Sache zusätzlich erschwert, ist die Variation in der Dauer der Phasen abhängig vom Ausbildungsstand des Pferdes (mehr dazu im Beitrag Die Stufen des Lernens vom Januar 2014). Wenn es etwas neu lernt, ist das anders als wenn etwas Altbekanntes abgerufen wird. Und wenn wir verstärken oder verfeinern könnten bzw. sollten, ändert sich die Intensität der Phasen...
Ihr seht also, es gibt reichlich Gelegenheiten, um Fehler zu machen ;-)
Daher sollten wir uns, wenn uns unser Pferd respektlos erscheint, zunächst einmal nicht ärgern. Stattdessen sollten wir uns fragen, ob wir den Druck angemessen verwendet haben. Wenn wir ein besseres Gespür dafür entwickeln, was angemessen ist und was nicht, wann wir Druck ausüben und wann nicht, wird die Kommunikation mit unserem Pferd ein völlig neues Niveau erreichen. Und es gibt kein besseres Feedback als das unseres Pferdes, wenn wir es nur verstehen und annehmen können!
Freitag, 29. August 2014
"Level 4 and beyond" mit Pat Parelli - lernen statt belehrt werden
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| ausgiebiges Frühstück |
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| Pat, Zoe und ich am Aussenplatz |
Am Montag vormittag begannen wir mit der Vorstellung und einer Theorieeinheit im ausgebauten Heuboden, wo wir auch gemeinsam das Mittagessen verspeist haben. Anschliessend begaben wir uns mit unseren Pferden auf den "Playground", eine riesige Wiese mit Naturhindernissen. Die weckte in meinem Pferd wohl Erinnerungen an unsere Vielseitigkeits-Vergangenheit, denn plötzlich waren alle unsere alten, dysfunktionalen Muster wieder da - aber diesmal hatten wir ja glücklicherweise Pat, der uns dabei half, diese Muster zu durchbrechen!
Auch eine Halle stand zur Verfügung, die wir aufgrund des un-August-mässigen nasskalten Wetters auch genutzt haben.Pat sagte uns schon am Anfang, er würde uns nichts lehren, sondern uns in Situationen bringen, wo wir lernen könnten - und das hat er wirklich getan! Ich hatte ein paar riesige AHA-Erlebnisse, über die ich Euch in weiteren Blogs berichten werde. Unter anderem:
- Gas und Bremse
- Rückwärts und Seitwärts
- Fokus und Leadership
- Druck angemessen anwenden
- und noch vieles mehr...
Dienstag, 17. Juni 2014
Kinderprogramm am 1. Parelli Sommer Festival
Hallo Silvia Danke für die Photos. Den Kids hat es unglaublich viel Spass gemacht, es war wirklich eine super Idee, das für die Kids anzubieten,.. auch für mich war es schön zu sehen, wie die Kinder das genossen haben..und ganz nebenbei einiges gelernt haben.... ihr habt das ganz toll gemacht, Nochmals Danke!! ...
Danke liebe Silvia für die schönen Fotos!
Das ganze hätte natürlich nie so funktioniert ohne mein wunderbares Team, meine Helfer die super motiviert waren und mich voll unterstützt haben. Angefangen bei den Mädels, die zwei super Demos OnLine und FreeStyle gezeigt haben: Anna mit Scooter, Michelle mit Kleiner Donner, und Seraina mit Joker. Und sie haben sich bereit erklärt, ihre Ponies mit fremden Kindern zu teilen und so das Highlight für die Kinder erst ermöglicht - nämlich mit den Ponies den Erlebnisparcours zu absolvieren. Herzlichen Dank nochmals dafür :-)

Nadia, Nicole, Erik und Leo haben den Kinderspielplatz betreut, der auch regen Zuspruch fand - unter anderem zum Ausrasten oder für den besseren Überblick ;-) ![]() |
| Kirsten mit Scooter |
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| Kurt mit Kleiner Donner |
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| Carolin mit Joker |
Darum gab es zum Beginn des Programms eine kleine Demo der 7 Spiele, gewürzt mit einigen Grundlagen aus der Pferdepsychologie.
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| Circling |
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| JoJo |
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| FreeStyle Reiten |
| Gefühl am Halfter spüren |
Anschliessend konnten die Kinder in 4 Stationen Gefühl entwickeln für die Handhabung der Parelli Hilfsmittel, sowie sich in die Haut des Pferdes versetzen.
Dies mit Hilfe von lustigen Simulationen, die uns bewusstmachen, wie gefühllos bzw. unbewusst wir oft mit unseren Pferden umgehen...
Die Kinder konnten da schon einige Stationen unseres Erlebnisparcours ausprobieren. Der Höhepunkt war dann das Spiel mit den Ponies auf dem Parcours, welche wirklich aussergewöhnlich brav waren und super mitgemacht haben. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie sich ihrer Rolle als Lehrmeister bewusst waren und diese auch genossen haben ;-)![]() |
| Balancieren am Erlebnisparcours |
Jedenfalls war es eine sehr schöne Erfahrung, super Teamarbeit und hat uns allen Spass gemacht, Betreuern wie Kindern und hoffentlich auch den Ponies - was will man mehr :-)
Und wer weiss, vielleicht wird ja die eine oder der andere noch zum Pferdeflüsterer ;-)
Weitere schöne Fotos findet Ihr hier:von Stefan Oldani https://www.dropbox.com/





























